Redaktion
Vier Länder, eine Redaktion, keine Agenturware
Alpen Aktuell berichtet seit 2019 über Berggebiete zwischen Bodensee und Brenner. Wir schreiben für Menschen, die dort wohnen, arbeiten oder regelmäßig herkommen. Nicht für die Tourismuswerbung.

Was wir machen
Wir verfolgen Entscheidungen, die den Alpenraum verändern: Beschlüsse über Seilbahnkonzessionen, Wasserrechte, Transitregeln, Gemeindebudgets und Schutzbauten. Dazu kommen Berichte über das, was daraus folgt, also über Wohnungspreise, Buslinien, Arztstellen und die Frage, wer im Winter die Straße räumt.
Unsere Texte stützen sich auf Dokumente, nicht auf Pressemitteilungen. Wo wir mit Behörden sprechen, steht im Text, welche Stelle geantwortet hat und welche nicht. Wenn eine Zahl nicht zu prüfen ist, schreiben wir das dazu. Geschätzte Werte werden als Schätzung gekennzeichnet.
Wer die Redaktion trägt
Trägerin ist die Alpen Aktuell Genossenschaft mit Sitz in Innsbruck. Ihr gehören 84 Mitglieder an, überwiegend Leserinnen und Leser aus Österreich, der Schweiz, Bayern und Südtirol. Die Genossenschaft bestimmt den Redaktionsstatut, nicht die einzelnen Artikel. Ein Eingriff in Texte von Seiten des Vorstands ist im Statut ausgeschlossen.
Die Redaktion hat vier Büros. In Innsbruck sitzen Politik und Verkehr, in Chur die Schweiz und das Klimaressort, in Bozen Südtirol und die Gemeinden, in München Bayern und die Energiewirtschaft. Die Ressortleitungen entscheiden gemeinsam über die Titelseite, die Chefredaktion hat kein Alleinrecht.
Finanzierung
Im Jahr 2025 kamen 58 Prozent der Einnahmen aus Abonnements, 27 Prozent aus Beiträgen einer Stiftung für unabhängigen Journalismus und 15 Prozent aus Veranstaltungen und dem Verkauf von Auswertungen an Bibliotheken. Werbung von Bergbahnen, Seilbahnherstellern oder Tourismusverbänden nehmen wir nicht an. Das ist wirtschaftlich unbequem und im Statut festgehalten.
Wie wir arbeiten
Jeder Bericht durchläuft zwei Prüfungen. Die erste betrifft die Fakten: Zahlen werden gegen die Quelle gehalten, Zitate gegen die Aufnahme. Die zweite betrifft die Darstellung: Woher stammt die Zahl, was fehlt, welche Gegenposition ist relevant? Erst danach geht der Text an die Schlussredaktion.
Bei Recherchen in Gemeinden fragen wir grundsätzlich bei allen Fraktionen an, nicht nur bei der Bürgermeisterpartei. Bei Konflikten zwischen Naturschutz und Tourismus sprechen wir mit beiden Seiten und mit den betroffenen Betrieben. Wir dokumentieren Absagen und versuchen, sie im Text zu erwähnen.
Korrekturen
Fehler werden korrigiert, sobald wir sie kennen. Die Korrektur steht am Ende des Textes mit Datum, nicht als stiller Austausch. Wenn eine Meldung vollständig zurückgezogen werden muss, bleibt der Text mit einem Hinweis online. Das ist unbequem, aber nachprüfbar.
Hinweise auf Fehler nimmt die Redaktion über das Kontaktformular entgegen. Bitte den Artikel, die Stelle und möglichst die Quelle angeben. Wir melden uns in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.
Chronik
- 2019
- Vier freie Journalisten gründen die Redaktion in Innsbruck. Erste Ausgabe im Oktober, 1.200 Abonnenten im ersten Jahr.
- 2021
- Büro in Chur. Zusammenarbeit mit einer Genossenschaft im Wallis für die Winterberichterstattung.
- 2023
- Büro in Bozen. Die Redaktion beginnt, Gemeindeprotokolle systematisch auszuwerten.
- 2025
- Büro in München. Umstellung auf wöchentliche Ausgabe mit täglichen Meldungen.